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Heuschnupfen behandeln mit Akupunktur

Die Akupunktur ist ein Teilbereich der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und findet in China schon seit Jahrtausenden Einsatz.1 Immer häufiger wird die Akupunktur als alternative Behandlungsmethode von Heuschnupfen empfohlen. Lesen Sie hier, wie die Akupunktur funktioniert und wie sie gegen eine Pollenallergie helfen kann.  

Das Wichtigste in Kürze

 

  • Die Akupunktur ist ein Teilbereich der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) 
  • In der TCM sind Krankheiten durch gestörte Energiebahnen bedingt 
  • Bei der Akupunktur spielen die richtigen Akupunkturpunkte eine entscheidende Rolle. Sie liegen genau über den Energiebahnen (Meridianen) 
  • Die Energiebahnen (Meridiane) stehen mit den Organen in Verbindung 

Was bewirkt eine Akupunktur?

Die westliche Medizin unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von der traditionellen chinesischen Medizin. Während die westliche Medizin auf der menschlichen Anatomie, Biologie, Biochemie und Molekularbiologie basiert, beruht die Behandlung von Krankheiten in der TCM auf der ganzheitlichen Betrachtung des menschlichen Körpers im Zusammenhang mit seiner Umwelt.2 

Die TCM geht davon aus, dass Erkrankungen aus einem Ungleichgewicht zwischen Blutfluss und Qi resultieren. Das sogenannte Qi wird in der TCM als die Energie des Lebens angesehen. Behandlungsmethoden der TCM basieren auf dem Fokus auf Energiebahnen und Energieflusssysteme.3

Studien zufolge bietet die Akupunktur mehrere ganzheitliche Ansätze, die sich potenziell auf schwere Krankheiten des Menschen auswirken und das Gleichgewicht des Körpers auf molekularer Ebene regulieren können.4 

Wie funktioniert eine Akupunktur?

Bei der Akupunktur sind die sogenannten Akupunkturpunkte von besonderer Bedeutung. Akupunkturpunkte gelten als die wesentlichen Bestandteile der Akupunkturtherapie, sowohl für die Diagnose als auch für die Behandlung.5 

Wird ein Patient mittels Akupunktur behandelt, sollen durch das Setzen von feinen Nadeln an bestimmten Punkten selbstregulierende Prozesse im Körper stimuliert werden.6 

Einige Studien, die die Wirkung von Akupunktur auf bestimmte Mechanismen und Funktionen im Körper untersuchten, erkannten die Wirkung von Akupunktur auf folgende Körperfunktionen und -mechanismen an:7

  • Effekte auf das Nervensystem (schmerzstillend) 
  • Regulation des vegetativen Nervensystems 
  • Effekte auf die Gehirnfunktion und Psyche 
  • Lokale Effekte 
  • Effekte auf das Immunsystem8 
  • Durchblutungsfördernd9 

Damit die selbstregulierenden Prozesse der Akupunktur ihre Wirkung entfalten können, sollten die Nadeln mindestens 15 bis 20 Minuten in der Haut verbleiben.10

Wie kann Akupunktur gegen Heuschnupfen helfen?

In der Alternativmedizin ist die Akupunktur zur Behandlung von Heuschnupfen weit verbreitet. Die Akupunktur scheint dazu in der Lage zu sein, selbstregulierende Prozesse in Gang zu setzen, die das Vorhandensein bestimmter Stoffe im Körper beeinflussen. Bezogen auf den Heuschnupfen handelt es sich hierbei um allergie- und entzündungsauslösende Stoffe.11  Durch das Setzen von Nadeln an bestimmten Akupunkturpunkten soll die Freisetzung von allergieauslösenden Botenstoffen verhindert werden. So wird die Histamin-Ausschüttung, als Reaktion des Immunsystems auf Allergene wie Pollen, heruntergefahren. Symptome wie Juckreiz, Niesen, tränende Augen und eine laufende oder verstopfte Nase sollen dadurch gelindert werden können.14 

In mehreren Studien wurde die Wirkung von Akupunktur auf Patienten mit Heuschnupfen getestet. Bei diesen Studien handelte es sich um randomisierte und scheinkontrollierte Studien. Dabei wurden die Probanden in zwei Gruppen eingeteilt, wobei die Teilnehmer aus einer Gruppe über mehrere Wochen mit Echtakupunktur und die Probanden aus der anderen Gruppe mit Scheinakupunktur behandelt wurden. Es ließ sich unter anderem eine Verbesserung von Symptomen wie Niesen oder Juckreiz in Ohren und Gaumen beobachten. Beide Studien kamen unabhängig voneinander zu dem Schluss, dass die Akupunktur eine sichere und effektive Option zur Behandlung von Heuschnupfen darstellt.12,13

Heuschnupfen: Akupunktur mit Strom

Neben der klassischen Akupunktur, in der feine Nadeln an bestimmte Akupunkturpunkte gesetzt werden, kommt die sogenannte Elektroakupunktur ebenfalls als alternative Behandlungsmethode zum Einsatz.

Die Elektroakupunktur wurde im 20. Jahrhundert von dem deutschen Arzt Dr. med. Reinhold Voll entwickelt. Mit der Elektroakupunktur sollen bestimmte Akupunkturpunkte exakt geortet und ihr Energiezustand gemessen werden. Diese definierten Akupunkturpunkte stehen über den Energiebahnen – sogenannte Meridiane – die wiederrum mit Organen in Verbindung stehen sollen. Die traditionelle chinesische Medizin geht davon aus, dass bestimmte Energiebahnen mit bestimmten Organen in Verbindung stehen.

Bei der Elektroakupunktur werden an verschiedenen Akupunkturpunkten die Hautwiderstände gemessen. Liegt ein gemessener Wert deutlich über oder unter dem Normalwert, ist das ein Zeichen für eine gestörte Energiebahn (Meridian). Da nach der TCM bestimmte Energiebahnen mit bestimmten Organen in Verbindung stehen sollen, können anhand des gemessenen Wertes diagnostische Rückschlüsse auf den Zustand des zugehörigen Organs gezogen werden. Auch Allergien wie Heuschnupfen sollen mit der Elektroakupunktur behandelt werden können. Nach der Diagnose wird meist mit homöopathischen Mitteln behandelt.15,16

Wissenschaftliche Nachweise für die Wirkung der Elektroakupunktur konnten jedoch noch nicht erbracht werden.

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